Jedes Mädchen träumt sicher einmal in ihrem Leben davon bestimmte Dinge wie Designer-Schuhe/Taschen/Kleider zu besitzen. Diese Träume können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden: Ganz klassische durch ein angesagtes Modemagazin, vielleicht durch einen Star oder ein anderes Vorbild oder aber neuerdings auch durch uns: Die Fashion-Blogger. Während früher sich noch viel auf dem Schulhof abspielte was »In« ist, kommen heute die sozialen Medien zum Einsatz. Hier werden Trends gesetzt und diese Trends sind oft eines: Teuer.

Während ich mir als Mädchen gar nicht hab träumen lassen, mal eine Designer-Tasche zu besitzen, scheint es heute ein »Muss« für gute Eltern zu seinen, ihren Kindern ebensolche Wünsche zu erfüllen. Ein Verdienst der wohl neben bekannten YouTube-Stars auch den Bloggern zu verdanken ist. Denn als das bloggen noch seine Anfänge hatte sind tatsächlich auf vielen coolen Blogs »Trends« entstanden und das tun sie auch heute noch nur zu anderen Konditionen. In den letzten Jahren haben Firmen diese Marktlücke entdeckt und sind nun fleißig dabei sie auszubeuten. Es ist normal geworden, dass große Fashion-Blogger komplett in Designer-Klamotten herum laufen und ihre einzigen Probleme sind für welche 2.000€-Tasche sie sich als nächstes entscheiden sollten.

Natürlich ist es schön sich ein Designer-Teil zu leisten und seit ich arbeiten gehe, ist auch in meinen Kleiderschrank das ein oder andere Paar Designer-Schuhe gelandet oder ich habe mir eine Tasche »gegönnt« auf die ich Monate gespart habe. Diese Teile sind absolute Highlights für mich und ich zeige und trage sie gerne. Doch es gibt einen Unterschied: Sie sind immer noch etwas Besonderes.

In der Fashion-Blogger-Welt habe ich so langsam das Gefühl, dass nur noch der Wert eines sogenannten »It-Piece« zählt und nicht der style. Doch was bringt es so teure Dinge zu hypen (egal wie schön sie sein mögen), wenn sie sich der Großteil der Leser, diese Dinge gar nicht leisten kann? Wenn ein Look über 10.000€ Wert ist und nur falsche Vorstellungen davon schürt, was man besitzen sollte, um mit dem Trend zu gehen? Genau. Gar nichts!

Es werden falsche Vorbilder vermittelt und teure Designer Sachen werden zum Alltag. 200€ für eine Hose? Kein Problem. 150€ für ein Oberteil, 1.000€ für die Tasche, 300€ für die Schuhe? Geht doch! Oh ach so, und die Sonnenbrille hat nur 80€ gekostet! Ein Schnäppchen. So sehen die meisten Outfits großer Modeblogger aus und das ist mehr Geld als die meisten im Monat verdienen. Hier geht es nicht mehr darum sich etwas zu »gönnen« sondern darum möglichst viel Werbung zu machen. Denn natürlich sind die Sachen meist nicht selbst gekauft, sondern für die Beiträge von Firmen zugeschickt oder gestellt. Wer würde da schon nein sagen? Niemand natürlich.

Trotzdem finde ich es schade, dass viele denken, sie müssten diese Sachen alle haben und sich damit die Freude an der Mode nehmen. Denn seinen wir mal ehrlich: Es ist ziemlich frustrierend, wenn man weißt, dass man sich solche Wünsche nie erfüllen kann. Deswegen mein Tipp an euch: Lasst euch von dem ganzen Designer-Wahnsinn nicht zu sehr beeinflussen. Natürlich ist es schön Träume zu haben und die dürfen auch aus Taschen oder Schuhen bestehen. Doch versucht euch doch auf ein Teil zu konzentrieren dass ihr wirklich haben möchtet, denn wenn ihr dafür gesparrt habt und es schließlich in den Händen haltet werdet ihr wirklich lange Freude daran haben.

Und wie sagt man immer so schön »Gute Schuhe oder eine tolle Tasche lassen jeden Look glänzen!«. In diesem Sinne: Gönnt euch etwas, aber lasst es nicht zum Alltag werden.

Laura

Liebt Mode mit klaren Linien und dem gewissen Etwas. Hat eine Schwäche für gutes Verpackungsdesign. Würde immer sofort das perfekte Paar Schuhe für ein Outfit finden, aber stundenlang ihren Kleiderschrank nach eben diesem durchsuchen. Geht mit ihrem Hund Emma bei jedem Wetter raus, am liebsten mit Hunter Boots (aka Gummistiefeln) und ihrer knallgelben Regenjacke.

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